Rückenfreundliche Bodenkultivierung mit der Motorhacke

03.07.2014 |  Von  |  Allgemein
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Rückenfreundliche Bodenkultivierung mit der Motorhacke
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Wenn mein Grossvater noch mal auf die Welt käme, würde er staunen. Der alte Herr war seinen Enkeln vorzugsweise als der Mann mit dem krummen Rücken bekannt. Sein Garten, seine Obst- und Gemüsebeete waren die Vorzeigeobjekte des ganzen Viertels. Jeder Passant, der am Zaun vorbeikam und einen Blick in das grüne Paradies warf, wünschte sich augenblicklich, selbst ein so traumhaftes Stück Erde anzulegen. Dabei übersah er geflissentlich jenen Herrn mit dem krummen Rücken, der die Drahtbürste über vermooste Steine schrubbte, Fugen auskratzte, Rasenkanten beschnitt und das Laub des letzten Winters aus den Ecken rechte.

Stellen wir uns vor, der alte Herr hätte Gelegenheit, selbst als Passant einen Blick auf den Status quo moderner Gartenarbeit zu werfen. Zwei Dinge würden ihm sofort auffallen: Die Gärtner haben geradere Rücken als früher, und sie machen mehr Krach bei ihrer Arbeit. Der Mann mit dem Hochdruckreiniger fetzt die Moosbeläge, an denen sich Opas Drahtbürste abgeraspelt hat, mit seinem Druckstrahl hinweg. Der Mann mit dem elektrischen Rasentrimmer peitscht die Rasenkantengräser von ihren Halmen. Über den Rasen selbst läuft eigenständig lenkend ein flaches Gerät und lässt eine englisch kurze Grünfläche hinter sich. Grossvater reibt sich die Augen.



Über manches würde der alte Herr allenfalls schmunzeln. Z. B. über die besonders dezibelstarken Laubsauger, mit denen manche Gärtner die Blätter wie der Herbstwind persönlich vor sich her blasen. Vielleicht würde er diesen Herrschaften über den Zaun zurufen, dass der Mensch vor langer Zeit Rechen und Besen erfunden hat.

Manches auch würde der alte Gärtner vermissen. Er würde sich an jene rückenbrechende Zeit im Frühjahr und Herbst erinnern, wenn er mit dem Spaten tonnenweise feuchte Gartenerde umwarf. Für alles haben die Menschen eine Maschine erfunden. Nur der Spaten muss noch von Hand gestochen werden.

Motorhacke - Umgraben ohne Rückenschmerzen. (Bild: Petrenko Andriy / Shutterstock.com)

Motorhacke – Umgraben ohne Rückenschmerzen. (Bild: Petrenko Andriy / Shutterstock.com)

Umgraben ohne Rückenschmerzen



Muss er nicht! Aber jener gedachte Gartenhelfer ist noch nicht weitverbreitet. Er heisst Motorhacke und stellt eine echte Investition in die Rückengesundheit dar. Mit einer Motorhacke können Sie schnell und bandscheibenfreundlich mittlere bis grosse Gartenparzellen kultivieren. Die Motorhacke hinterlässt tief durchpflügte, feinkrümelige Erde, auf der Aussaaten und Rasenanlagen bestens gelingen. Und der grösste Vorteil der Motorhacke: Sie können nach der Kultivierung gleich weiterarbeiten. Die übliche zweiwöchige Schonzeit wegen chronischer Rückenschmerzen entfällt.



Fallen in Ihrem Garten regelmässig Umgrabarbeiten an? Wollen Sie eine Rasenfläche anlegen? Oder vielleicht eine Wildblumenwiese? Wollen Sie auf umweltverträgliche Weise etwas gegen das Unkraut tun? Haben Sie nicht viel Zeit, können Sie sich nicht tagelang mit dem Umwerfen und Zerkrümeln der Erde aufhalten? Dann wird eine Motorhacke Ihnen ebenso viel Erleichterung verschaffen wie der Umstieg von einem Walzen- auf einen Motormäher.



Benzin- oder Elektrohacke?

Motorhacken gibt es mit Elektro- und mit Benzinmotor-Antrieb. Beide Techniken haben ihre Vorteile. Wenn Sie einen Rasenmäher mit Strombetrieb besitzen, werden Sie wahrscheinlich bereits ahnen, welchen Vorteil der Benziner vor dem Elektromodell hat. Keine Lassoschwünge mit dem Stromkabel, jenem Stolperseil, das schneller untergepflügt sein kann, als der Gartenfreund glaubt. Auch die Reichweite einer Benzinhacke ist naturgemäss unendlich grösser, denn zu ihrem Weiterbetrieb reicht ein Kanister Benzin. Und der Benziner verfügt über mehr Power.

Da fragt der Laie sich, welche Vorteile für die Elektrohacke übrig bleiben. Auch diese Frage könnte ein Rasenmäher-Besitzer vielleicht beantworten. Heben Sie einen Benzinmäher an. Und jetzt einen Elektromäher. Da haben Sie den Vorteil: Der Elektromäher ist leichter. Gleiches gilt für die Elektrohacke. Wenn Sie nur kleinere Parzellen in Stromversorgungs-Reichweite bearbeiten müssen, genügt eine Elektrohacke vollkommen. Sie ist manövrierfähiger und schont Ihren Rücken. Und dafür haben Sie sie ja gekauft.

Eine Elektrohacke besitzt zwei weitere Vorzüge gegenüber dem Benziner: weniger Geräuschentwicklung und eine bessere Öko-Bilanz. Entscheidend aber für die Wahl zwischen Strom und Benzin ist das Arbeitspensum: Wenn Sie häufig viele Quadratmeter schwerer Böden durchpflügen wollen oder in der Umgestaltung Ihres Gartens noch einiges vorhaben, holen Sie sich das Benzinmodell. Es belohnt Sie mit mehr Durchzugskraft und Robustheit. Und es wird auch mit Ästen und Steinen fertig und macht nicht gleich einen Satz nach vorn, wenn es auf einen Fremdkörper stösst.

Wichtig für die Handhabbarkeit der Motorhacke ist ihre Getriebeausstattung. Eine hochwertige Hacke besitzt mehrere Gänge wie ein Auto und möglicherweise auch einen Rückwärtsgang, der Ihnen beim Wenden hilft. Wenn die Räder dann noch über einen Selbstantrieb verfügen, pflügen Sie durch jeden Acker mit lockerer Hand. Und damit der Rücken gerade bleibt, wählen Sie – ob Elektro oder Benzin – auf jeden Fall ein Gerät mit Höhenverstellung. Auch ein ergonomischer Tragegriff sollte integriert sein, damit Sie Ihren Rückenfreund nach der bald erledigten Arbeit in den Schuppen zurücktragen können.

Mein Grossvater hat seinen Garten mit Stielhacke, Spaten und Kratzbürste zu einem Kinderparadies und Sammelort der neidischen Blicke aller Nachbarn gemacht. Täglich hörte man den Besen zischen und den Rechen kratzen. Kein Strom und kein Benzin wurde auf dieses Paradies verschwendet. Aber ich bin mir sicher: Für die Motorhacke wäre der krumme Mann länger am Zaun stehen geblieben und hätte sich bei dem Besitzer nach ihrem Preis erkundigt.



 

Oberstes Bild: © lorenzo gambaro – Shutterstock.com


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