Schnellversorgung mit dem Erste-Hilfe-Kasten

03.09.2014 |  Von  |  Allgemein

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Kennen Sie den? Ihre Tochter hat sich beim Spielen geschnitten, nicht tief, aber das Blut läuft, und sie schreit, und Sie laufen auch, nämlich nach Verbandsmaterial und einem Pflaster. Sie reissen die Schublade vom Küchenschrank auf, in der die Pflaster immer gelegen haben. Dort liegen sie nicht. Ihre Tochter schreit lauter.

Jetzt werden Sie nervös und laufen zum Haushaltsraum: nichts. Endlich finden Sie in einem Fach der Wohnwand ein einzelnes Pflaster. In der Zwischenzeit hat Ihre Tochter ungetröstet gelitten und sich ausserdem die neue Bluse mit Blut beschmiert. In Ihnen keimt der Gedanke, dass Sie einen Erste-Hilfe-Kasten brauchen.

Im Auto ist er Pflicht, und wenn Sie ohne ihn erwischt werden, zahlen Sie Strafe. Recht so! In den privaten Haushalten kann niemand kontrollieren kommen, also beruht die Anschaffung eines Erste-Hilfe-Kastens auf Freiwilligkeit. Aber wer wie im oben geschilderten Fall verzweifelt ein Pflaster sucht, wird sich in der Pflicht üben. Die meiste Zeit kann das nützliche Utensil vergessen werden. Im Notfall aber werden Sie über keine Anschaffung froher sein.

Grundausstattung

Die meisten Unfälle passieren im Haushalt. Meist sind es glücklicherweise Bagatellen, und genau für diese Stauchungen, Prellungen, Schnittverletzungen, Abschürfungen etc. ist der Erste-Hilfe-Kasten gut ausgestattet. Er sollte einige grundlegende Medikamente enthalten, die schnell zur Hand sind, ohne dass langwierig der Medizinschrank durchkramt werden muss. Fieber- und schmerzsenkende Mittel, Durchfallmedikation, Insekten-Gel und Erkältungsmittel – damit sind Sie gegen die alltäglichen Angriffe auf Ihre Gesundheit gewappnet.

Pflaster in allen Formen, Mullbinden, Kompressen, auch Sprühpflaster und Kühlspray, sterile Handschuhe, Desinfektionsmittel sowie Pinzette, Schere und Zeckenzange – und schon sind Sie mit einem Griff gewappnet gegen die kleinen Unfälle des Alltags. Haben Sie Kinder? Dann legen Sie noch ein Fieberthermometer hinzu, denn das braucht man öfter, als einem lieb ist. Jetzt müssen Sie nur noch ein paar Grundregeln beachten, und der nächste Unfall findet Sie einsatzbereit.

Grundregeln für Erste-Hilfe-Kästen

Es klingt banal, aber es sei gesagt: Sie müssen den Kasten im Notfall finden. Deponieren Sie ihn an einem zentralen Ort und merken Sie sich diesen. Das kann das Badezimmer ebenso wie eine Schublade vom Schreibtisch sein – sofern in Ihrem Haushalt Kinder wohnen, selbstverständlich hoch gelegen bzw. abschliessbar.

Lebensmittel kontrollieren Sie ständig auf ihre Haltbarkeit. Selbst Ihre Kosmetik landet im Müll, wenn sie „abgelaufen“ ist. Werfen Sie regelmässig einen Blick in den Erste-Hilfe-Kasten: Uralte Pflaster kleben nicht mehr, Medikamente werden wirkungslos. Und noch ein praktischer Tipp: Ergänzen Sie die Ausrüstung Ihrer Ersten Hilfe um eine Telefonnummernliste: Ärzte, Rettungsdienst, Giftnotrufzentrale. Ansonsten bleibt zu wünschen übrig, dass Sie Ihren praktischen Kasten so selten wie möglich benutzen müssen.

 

Oberstes Bild: © stockshoppe – Shutterstock.com


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