LED als Leuchtmittel der Zukunft

11.06.2015 |  Von  |  Wohnart
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LED als Leuchtmittel der Zukunft
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Ein besonders ineffizientes Leuchtmittel ist Die Glühlampe, da der verbrauchte Strom nur zu etwa 5 % in Lichtenergie umgewandelt wird, als unerwünschte Wärmeentwicklung gehen die restlichen 95 % verloren. Die EU und der Bundesrat haben aus diesem Grund ein Verkaufsverbot für Glühlampen ausgesprochen, das schrittweise umgesetzt wurde. Zunächst wurden die besonders stromhungrigen 100-Watt-Birnen verbannt, dann nach und nach auch Glühlampen mit weniger Stromaufnahme und Leuchtkraft.

Als Alternative stehen neben Halogenlampen und den nicht unbedenklichen Energiesparlampen (die für die gleiche Lichtausbeute zwar weniger Energie verbrauchen als Glühbirnen, jedoch giftiges Quecksilber enthalten und zudem etwas Zeit benötigen, bis sie nach dem Anschalten die volle Lichtleistung bringen) vor allem Leuchtmittel auf LED-Basis bereit. Diese bieten eine Vielzahl von Vorteilen und eignen sich für alle Beleuchtungsanforderungen in Haus und Garten.

Licht-emittierende Dioden

Die Erfindung des elektrischen Lichts reicht weit bis in das 19. Jahrhundert zurück. Erstmals gelang es einem Schotten 1835, eine funktionsfähige Glühbirne zu entwickeln, mit deren Hilfe elektrischer Strom in Licht umgewandelt wurde. In der Folge wurde das Prinzip von zahlreichen Erfindern und Ingenieuren weltweit aufgegriffen und verbessert, doch das Problem der unproduktiven Wärmeentwicklung liess sich auch durch andere Bauformen und verschiedene Materialien nicht gänzlich beseitigen.

Erst mit der Erfindung der LED, der „light-emitting diode“ 1962 wurde es möglich, Licht ohne signifikante Wärmeentwicklung zu erzeugen, dennoch dauerte es fast fünf Jahrzehnte, bis die Technologie soweit entwickelt war, dass LEDs auch zur Beleuchtung von Wohnräumen eingesetzt werden konnten. Denn aufgrund der besonderen Art der Lichterzeugung mussten zunächst geeignete Materialien gefunden werden, die eine angenehme, natürliche Lichttemperatur ermöglichen.

Heute stehen LEDs in allen Bauformen zur Verfügung und sind längst auch preislich so günstig, dass die Umrüstung sich auch für den Privathaushalt lohnt. Doch der sinkende Preis ist nicht das einzige Argument für die LED-Technologie.


Heute stehen LEDs in allen Bauformen zur Verfügung. (Bild: Photodiem – shutterstock.com)

Heute stehen LEDs in allen Bauformen zur Verfügung. (Bild: Photodiem – shutterstock.com)


Stromverbrauch und Haltbarkeit

Moderne LEDs besitzen eine Haltbarkeit von 20‘000 bis zu 50‘000 Stunden, das entspricht einer Lebensdauer von 2-5 Jahren bei ununterbrochener Nutzung. Geht man von einer realistischeren Nutzungsdauer von sechs Stunden pro Tag aus, lassen sich LEDs zwischen 9 und 22 Jahren verwenden, bevor sie ausgetauscht werden müssen. Damit sind LEDs deutlich haltbarer als Glühlampen (deren Lebensdauer liegt zwischen 1‘000 und 2‘000 Stunden) und Energiesparlampen, die zwischen 5‘000 und 15‘000 Stunden durchhalten.

Die lange Haltbarkeit korrespondiert mit der geringen Stromaufnahme von LEDs, die sich wiederum in einem geringeren Stromverbrauch über die Lebensdauer auswirkt. So entspricht die Lichtausbeute einer 50 Watt-Halogenlampe der einer LED mit nur 7 Watt Stromaufnahme, ein Unterschied, der sich auf der Stromrechnung sofort und dauerhaft bemerkbar macht. Weniger Stromverbrauch und eine höhere Energieeffizienz sorgen zudem für eine deutlich geringere Wärmeproduktion von LEDs, wodurch sich diese Leuchtmittel besonders gut für kreative Lichtinstallationen aller Art eignen. Die Energieausbeute liegt bei modernen LEDs bei bis zu 100 Lumen pro Watt und mehr, damit eignen sie sich auch für besondere Anforderungen, etwa die Ausleuchtung von Strassen, Flugfeldern oder Stadien.


Das Säulendiagramm veranschaulicht das geschätzte CO2-Einsparpotential mit LED-Lampen in der EU. (Quelle: © Statista)

Das Säulendiagramm veranschaulicht das geschätzte CO2-Einsparpotential mit LED-Lampen in der EU. (Quelle: © Statista)


Lichtqualität und Lichtfarben

Waren LEDs in der Anfangszeit in ihrer Lichtausbeute sehr limitiert und daher nur sehr begrenzt einsatzfähig, hat die Industrie in den vergangenen Jahren massive Fortschritte gemacht. LEDs können heute in nahezu allen Farben leuchten und strahlen und sind auch in der Lage, strahlend weisses Licht zu emittieren. Entscheidend ist hierbei die Farbtemperatur, die bei 2‘700 Kelvin liegen sollte, um ein möglichst angenehmes, natürlich wirkendes Licht zu bieten. Die Angabe der Farbtemperatur ist den Verpackungen oder Herstellerangaben zu entnehmen.

Anders als Energiesparlampen sind LED sofort hell und brauchen keine Aufwärmzeit. Zudem sind sie aufgrund der geringen anliegenden Spannung unempfindlicher und vertragen auch schnelle Wechsel von An- und Ausschalten problemlos. Das Licht, das sie aussenden, ist frei von schädlicher UV-Strahlung, die von Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren ausgehen. Diese Strahlung ist zwar für den Menschen weitgehend ungefährlich, lockt allerdings Insekten an und kann die Oberfläche der beleuchteten Objekte ausbleichen oder verblassen lassen.

Ein weiterer Vorteil von LED sind Farbwechsel, mit denen die Umgebung nicht nur in helles, sondern auch in buntes Licht getaucht werden kann. Mit einem geeigneten Leuchtmittel lassen sich verschiedene Lichtfarben erzeugen, die entweder regelmässig wechseln oder manuell gesteuert werden können. So lassen sich Räume und Objekte mit Licht inszenieren und einrichten und gleichzeitig die positiven Wirkungen von Farben nutzen.


LEDs in verschiedenen Gehäusen (Bild: Afrank99, Wikimedia, CC)

LEDs in verschiedenen Gehäusen (Bild: Afrank99, Wikimedia, CC)


Ohne Quecksilber

Das Schwermetall Quecksilber ist für die Produktion von Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen unverzichtbar und auch in den Leuchtmitteln enthalten. Damit stellen sie, sobald sie nicht mehr benötigt werden oder ausgebrannt sind, giftigen Sondermüll dar, der nicht einfach über den Hausmüll entsorgt werden darf. Eine besondere Gefahr geht von diesen Leuchtmitteln aus, wenn die schützende Glashülle zerstört wird, denn dann wird das darin befindliche Quecksilber in die Umgebung verteilt, was besonders für Haustiere und kleine Kinder gefährlich ist. Bei der LED-Technologie wird kein Quecksilber benötigt, daher können ausgebrannte LED problemlos entsorgt werden und stellen kein Gesundheitsrisiko dar.



Der Austausch

LED-Leuchtmittel sind mittlerweile für alle gängigen Fassungen erhältlich, sowohl für den klassischen Edisonsockel (E14, E27) zum Schrauben wie auch für Steck-, Hülsen- und Röhrensockel. Damit ist der Austausch des Leuchtmittels unkompliziert möglich und auch für Laien problemlos zu realisieren. Das alte Leuchtmittel muss bei einem Austausch umweltgerecht entsorgt werden, was nur im Falle der klassischen Glühbirne über den Hausmüll erfolgen darf.

Wer jedoch bisher sein Licht gedimmt hat, muss bei der Auswahl der LED darauf achten, dass diese für den Betrieb mit einem Dimmer geeignet ist. Mittlerweile sind dimmbare LEDs keine Seltenheit mehr, dennoch sind sie im Vergleich zu regulären LEDs etwas teurer und speziell gekennzeichnet.

Fazit

Weniger Stromverbrauch und geringe Wärmeemission machen LEDs zur idealen Beleuchtung auch in Haushalt und Garten, die in Zeiten steigender Energiepreise dabei hilft, die Kosten zu minimieren, ohne auf Komfort und Behaglichkeit zu verzichten. Dazu kommt die lange Lebensdauer sowie die Tatsache, dass LEDs kein Quecksilber enthalten und damit für Mensch und Umwelt ungefährlich sind.

 

Oberstes Bild: © ludinko – shutterstock.com

Über Christian Praetorius

Christian Praetorius, Jahrgang 1969, gelernter Controller und Logistiker mit jahrelanger Berufserfahrung. Seit 2012 gemeinsam mit seiner Frau Christine als freier Texter und Autor selbständig, erfolgreich und glücklich. Seine Kunden schätzen ihn für klare Worte, originelle Slogans und kreative Wortspiele ebenso wie für seine absolute Zuverlässigkeit und Kundenorientierung. Schreibt aus Berufung und mit Leidenschaft für die Sprache, die Botschaft und den Leser.



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