Müll nachhaltig reduzieren: Tipps für weniger Abfall im Privathaushalt

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Müll nachhaltig reduzieren: Tipps für weniger Abfall im Privathaushalt
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702 Kilogramm – so viel Müll produziert jeder Schweizer durchschnittlich im Jahr. Eine erschreckende Zahl, wenn man bedenkt, dass ein grosser Teil dieser Abfälle nicht wiederverwertet werden kann und in der Verbrennungsanlage landet.

Gerade langfristig gesehen ist das eine Katastrophe für die Umwelt. Etwas dagegen tun kann jeder einzelne – mit ein paar Tipps für weniger Müll im Alltag.

Kaum ein Land produziert so viel Siedlungsabfall wie die Schweiz. Im Vergleich mit anderen OECD-Ländern produzieren nur Dänemark und die USA noch mehr Müll pro Kopf. Doch auch eine andere Statistik führt die Schweiz mit an: Bereits jetzt werden als 50 Prozent der Abfälle durch Recycling oder Kompostierung wiederverwertet. Trotzdem landen jedes Jahr rund 2,8 Tonnen in der Abfallverbrennung. Die Lösung ist so simpel, wie effektiv: Wenn jeder einzelne im Alltag ein wenig umdenkt, kann ein Grossteil des Abfalls ganz einfach vermieden werden.


Im Alltag lässt sich Müll oft vermeiden. (Bild: © istock.com / Maartje van Caspel)

Im Alltag lässt sich Müll oft vermeiden. (Bild: © istock.com / Maartje van Caspel)


Papiermüll reduzieren: Digitalisierung macht’s möglich

Nach und nach bereitet die Digitalisierung dem Papierkrieg ein Ende. Schon jetzt kann vieles problemlos digital angefordert und versandt werden, zum Beispiel:

  • Rechnungen
  • Bewerbungen
  • Kataloge und andere Werbematerialien

Manchmal kann jedoch nicht auf die Papierform verzichtet werden. Insbesondere offizielle Unterlagen oder Dokumente, die handschriftlich bearbeitet werden sollen, müssen nach wie vor ausgedruckt werden. Doch auch hier lässt sich Papier einsparen: Viele moderne Drucker sind mit automatischem Duplexdruck ausgestattet, wie die Auswahl bei Online-Anbietern wie Prindo.de zeigt, wodurch Papier beidseitig bedruckt und somit bis zu 50 Prozent des Papierverbrauchs eingespart werden kann. Zusätzlich reduzieren lässt sich der Papiermüll, indem man bereits einseitig bedruckte Zettel für private Ausdrucke oder als Schmierpapier für Notizen erneut verwendet.

Auch andere Papierprodukte müssen nicht nach dem ersten Gebrauch entsorgt werden: Papiertüten können viele Einkäufe tragen; Kartons können für den Versand oder zum Verstauen weiterverwendet werden; und alte Zeitungen eignen sich hervorragend als Füllmittel oder zum Einwickeln zerbrechlicher Gegenstände.


Wer bewusst einkauft, kann Müll vermeiden. (Bild: © istock.com / grki)

Wer bewusst einkauft, kann Müll vermeiden. (Bild: © istock.com / grki)


Plastikmüll vermeiden: bewusster einkaufen

Plastik ist besonders umweltschädlich, da es biologisch nur sehr schlecht abbaubar ist. Insbesondere bei Plastikprodukten gilt deswegen: weniger ist mehr. Schon beim Einkaufen sollte man deswegen möglichst auf Plastikverpackungen verzichten. Dazu muss man nur seine Kaufgewohnheiten ein wenig ändern:

  • eigenen Beutel oder Korb mit zum Einkaufen nehmen
  • insbesondere bei Obst und Gemüse zu unverpackter Ware greifen
  • frische Zutaten gegenüber Fertigware bevorzugen

Doch nicht immer ist Plastik so leicht zu erkennen und zu vermeiden. Auch in Kosmetikprodukten verstecken sich Mikroplastik und andere Kunststoffe – und die richten vor allem im Ökosystem Meer grossen Schaden an. Wer auf Naturkosmetik umsteigt oder zumindest den Kauf plastikhaltiger Kosmetika einschränkt, leistet deswegen einen grossen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit.

Lebensmittelabfälle minimieren: immer der Nase nach

Allein in Schweizer Haushalten werden jedes Jahr 31 Kilogramm Lebensmittel pro Kopf weggeworfen. Darin noch nicht enthalten sind Lebensmittelabfälle, die in Supermärkten und in der Gastronomie anfallen. Mit ein paar einfachen Tricks kann jeder diese Lebensmittelverschwendung bekämpfen. Generell gilt dabei:

  1. Nur das kaufen, was man braucht – so vermeidet man, dass mehr im Kühlschrank ist, als man essen kann
  2. Nicht nur dem Auge folgeleisten – die meisten Lebensmittel sind auch dann noch geniessbar, wenn das Haltbarkeitsdatum überschritten ist und langsam schrumpelig werden, deswegen: immer der Nase nach!
  3. So viel von jedem Lebensmittel verwenden, wie möglich – so landet nur das im Mülleimer, was wirklich nicht verwertet werden kann

Diese Punkte sollte man schon beim Einkauf im Kopf haben, denn: Wird auch der Apfel mit Schönheitsmakeln gekauft, so kann auch der Lebensmittelverschwendung im Einzelhandel entgegengewirkt werden.

Wiederverwenden und weitergeben: Zweite Chance für Möbel und Kleidung

Ein ausrangiertes Möbel- oder Kleidungsstück muss nicht gleich im Müll landen. Ganz im Gegenteil: Möbelstücken kann man durch Upcycling neues Leben einhauchen und damit gleichzeitig einen einzigartigen Einrichtungsgegenstand erschaffen. Auch Kleidung gehört nicht in den Müll, wenn sie nicht mehr passt oder gefällt. Über Second-Hand-Geschäfte und insbesondere viele wohltätige Organisationen können sich noch viele weitere Menschen an dem aussortieren Shirt oder der zu klein gewordenen Jacke erfreuen.

Und auch beim Kauf von Kleidung sollte man immer zunächst nach Second-Hand-Optionen schauen. Besonders online finden sich zahlreiche oft kaum oder sogar gar nicht getragene Kleidungsstücke. So spart man nicht nur Geld, sondern setzt gleichzeitig ein Statement gegen die Wegwerfgesellschaft und für einen nachhaltigeren Umgang mit Ressourcen.

Recycling – aber richtig!

Bei aller Müllvermeidung wird immer in einem Haushalt immer ein Mindestmass an Abfall entstehen – sei es die Bananenschale oder die Getränkeflasche. Hierbei ist es zentral, anfallenden Müll so gut es geht zu recyceln. Dafür gibt es überall entsprechende Sammelsysteme. Wer die Möglichkeit hat, kann sich sogar seinen eigenen Komposthaufen einrichten und so selbst aus dem Recycling von Bioabfällen wertvolle Erde gewinnen.

Ist die Zukunft Zero Waste?

So gut die Recyclingsysteme auch ausgebaut werden – die effizienteste Methode für weniger Verbrennungs- und Deponiemüll ist die generelle Vermeidung von Abfall. In diesem Zusammenhang hat sich in letzter Zeit eine internationale Bewegung einen Namen gemacht: Zero Waste setzt sich für ein abfallfreies Konsumverhalten ein und folgt dabei diesen einfachen Grundsätzen:

  1. Reduce – möglichst wenig neuen Abfall produzieren
  2. Reuse – bereits Vorhandenes so oft und lang benutzen, wie möglich
  3. Recycle – nicht weiter Verwendbares recyceln

Ob eine vollkommene Vermeidung von Müll im gesamtgesellschaftlichen Kontext möglich ist, bleibt herauszufinden. Eines ist jedoch sicher: Besonders langfristig und global betrachtet, müssen wir unser Konsumverhalten überdenken und drastisch ändern – und dazu leistet schon jedes Kilogramm weniger Abfall einen wegweisenden Beitrag.

 

Titelbild: © istock.com / Sasha_Suzi

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