Mit Hausmitteln und Moskitonetz Mücken fern halten

22.07.2014 |  Von  |  Allgemein
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Mit Hausmitteln und Moskitonetz Mücken fern halten
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Fröhliches Jahreszeitenraten. Sie sitzen im Garten. Sie tragen eine kurze Hose. Sie schlürfen einen köstlichen Cocktail. Ein Stich ins Bein lässt Sie zusammenfahren. – Sie liegen im Bett. Es ist warm, der letzte Tag verdämmert. Langsam senkt sich der wohlverdiente Schlaf auf Sie herab. Ein schrilles Sirren am Ohr lässt Sie auffahren. – Richtig, es ist Sommer. Es ist Mückenzeit.

Das Waffenarsenal



Rotjuckende Hautbeulen. Schlaflose Nächte. An den Wänden die Flecke erschlagener Quäler. Auf der Haut der strenge Duft konzentrierter Mückenschutzmittel. Und das soll alles gewesen sein? Es kann der Eindruck gewonnen werden, dass die Blutsauger den Kampf gewonnen haben. Aber sind unsererseits alle Waffen eingesetzt worden? Gibt es andere Mückenabwehrsysteme ausser Citronella-Kerze und der neusten Apotheken-Kreation? – Es gibt sie. Die Liste der Hausmittel gegen Mücken ist lang und spricht von einem verzweifelten taktischen Kampf gegen die Insektenplage.

Natürlich können wir, bildlich gesprochen, gleich zur Atombombe greifen. Im Freien, wenn wir mal ohne auf uns einzuschlagen grillen wollen, könnten wir Mückenspiralen abbrennen. Die sind preiswert und helfen. Aber sie enthalten Insektizide. Haben Sie Kinder? Dann lassen Sie es. Ein anderer „Hammer“: Elektroverdampfer. Die kosten nur ein paar Euro, werden in die Steckdose gesteckt und verströmen Pyrethroid, einen Wirkstoff, den Mücken gar nicht mögen. Der Verband der Kinderärzte empfiehlt, die Verdampfer nicht in Kinderzimmern zu betreiben. Möchten Sie so etwas in der Wohnung haben?

Allgemeine Prophylaxe

Also sind es doch wieder die guten alten Hausmittel, mit denen wir den Feinden zu Leibe rücken. Fangen wir mit den Präventionsmassnahmen an. Der Sommer liebt weisse Kleidungsstoffe – nicht nur, weil wir uns in weisser Kleidung weniger schnell mit Hitze aufladen: Auch gegen Mücken hilft der Griff zur hellen Garderobe. Die Stechinsekten werden von dunklen Oberflächen stärker angezogen als von hellen. Tragen Sie weite und feste Stoffe – die lästigen Biester stechen auf der Jagd nach Blut mühelos durch Ihre Seidenbluse.



Mücken wittern uns auf mehrere hundert Meter Entfernung. Sie lieben süsse Düfte (verzichten Sie auf entsprechende Parfums) und sondieren den Menschen unter anderem nach seinen Schweissabsonderungen. Wer nichts unversucht lassen will, kann vorm Schlafengehen eine Dusche nehmen, um das Stechrisiko zu verringern. Eine schlechte Nachricht für das weibliche Geschlecht: Frauen (insbesondere Schwangere) sowie Kinder sind die beliebtesten Opfer der Blutsaugattacken.



Konventionelle Mückenmittel zum Auftragen auf die Haut werden stark beworben und sind daher allgemein bekannt. Weniger bekannt ist, dass diese Mittel bei häufiger Anwendung Hautreizungen und sogar Störungen des Nervensystems hervorrufen können. Es gilt: Keines der marktgängigen Anti-Mücken-Mittel sollte täglich über einen längeren Zeitraum benutzt werden. Jetzt schauen wir uns mal Omas Waffenarsenal an: Die Hausmittel, mit denen unsere Grossmütter den Kampf mehr oder weniger erfolgreich ausgefochten haben.

Mücken Abwehr. (Bild: Africa Studio / Shutterstock.com)

Mücken Abwehr. (Bild: Africa Studio / Shutterstock.com)




Das Hausmittel-Arsenal

Mücken orientieren sich nach Gerüchen, das wurde bereits erwähnt. Mit Gegen-Gerüchen kann ein Sperrfeuer errichtet werden, das Mücken (hoffentlich) in die Flucht schlägt. Manche dieser Gerüche können sogar einen dekorativen Zweck erfüllen. Schöne Duftgeranien zum Beispiel, die ein intensives Aroma nach Pfefferminze oder Zitrone verströmen. Katzenminze hilft auch. Beim Grillen legen Sie eine mit Nelken gespickte Zitrone auf den Tisch. Sieht gut aus. Mücken finden den Geruch sehr unangenehm.

Getrocknete und zerbröselte Salbeiblätter, die auf einer Tonscherbe zum Glimmen gebracht werden, riechen sehr speziell und durchdringend. Mücken rümpfen garantiert die Nase. Manche Menschen allerdings auch. Als allgemein wohlriechend gilt Lavendelöl. Sie können das Aroma über Räucherstäbchen freisetzen oder in einer Duftlampe verdunsten. Auch Zimt, Eukalyptus und Sandelholz behagt den fliegenden Blutsaugern gar nicht. Besonders erfindungsreiche Tüftler haben die Chemieplättchen aus den Elektroverdampfern entfernt und etwas ätherisches Öl aufgeträufelt: Tuning auf Öko-Basis.

Letzte Duft-Empfehlungen, bevor es ans Eingemachte geht: Apfelwein oder -essig und Teebaumöl. Teebaumöl ist für die Mücken der Gipfel der Scheusslichkeit: Darum genügt es, einige Tropfen in Wasserschalen zu geben und diese in der Wohnung zu verteilen. Gegen Vitamin B reagieren die Stechinsekten geradezu allergisch. In Apfelessig und -wein ist es hoch konzentriert enthalten. Räume, in denen offene Gefässe mit diesen Flüssigkeiten stehen, haben die Chance auf Mückenfreiheit.

Das Eingemachte

Dem Leser mag aufgefallen sein, dass Empfehlungen mit einer gewissen vorsichtigen Einschränkung gegeben worden sind. Tatsächlich können Sie Ihr ganzes Haus mit Fliegengittern abgeklebt haben und in jedem Zimmer ein Räucherwerk wie die katholische Kirche abbrennen – irgendeine Mücke kommt immer durch. Nun verfügen wir am Tag über Notwehr-Kräfte. Was aber machen wir nachts, wenn wir in der Bewusstlosigkeit des Schlafs den winzigen Vampiren schutzlos ausgeliefert sind?

Bei allem Respekt vor dem Erfindungsreichtum des menschlichen Geistes: Es gibt nur einen verlässlichen Schutz für den schlafenden Menschen – und der ist altbewährt. Er heisst Mückennetz. Das moderne Mückennetz wird aus Polyester oder Nylon hergestellt. Je feinmaschiger das Netz, desto geringer die Chance, dass kleinwüchsige Vertreter der Mückenfamilie hindurchschlüpfen. Die Sicherheit geht allerdings zu Lasten der Luftzirkulation. Zwei Tipps noch, bevor Sie sich entspannt unter Ihr Netz legen: Suchen Sie den entstandenen Schutzraum nach Mücken ab. Und stopfen Sie das Netz unter die Matratze! Die Blutsauger suchen verzweifelt nach einem Noteingang.



 

Oberstes Bild: © Birute Vijeikiene – Shutterstock.com


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