Ausrüstung für die private Werkstatt: Das leistet ein Drehmomentschlüssel

15.02.2018 |  Von  |  Allgemein, News
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Ausrüstung für die private Werkstatt: Das leistet ein Drehmomentschlüssel
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Eine einfache Ratsche tut es auch, aber bei Radmuttern, Schrauben und Zündkerzen auf einen Drehmomentschlüssel setzt, spart viel Kraft und erreicht eine bessere Festigkeit.

Viele Autofahrer schrauben und werkeln gerne an ihrem Auto herum und erledigen kleinere Arbeiten am liebsten selbst. Zum einen ist es die Liebe zum Hobby und zum anderen spart es auch manchen Euro. Der Drehmomentschlüssel gibt zudem auch die Sicherheit, wann die Schraube fest sitzt. Denn Vorsicht: nach dem „fest“ kommt „ab“.

Es kann problematisch werden, sitzt die Mutter zu locker oder schraubt man zu fest. Der grosse Vorteil bei der Nutzung des Drehmomentschlüssels beruht darauf, dass das benötigte Drehmoment exakt eingestellt werden kann und Schrauben und Mutter genau auf das Newtonmeter anziehen kann.

Im Bereich der Mechanik ist ein Drehmomentschlüssel als Schraub- und Messwerkzeug unentbehrlich. Nur damit kann man sicher sein, dass die Verschraubung auf das Drehmoment genau angezogen ist.

Zumeist wird der Drehmomentschlüssel wahrscheinlich beim Reifenwechsel am Pkw eingesetzt. Daher ist es unter anderem gut, wenn er zwar gross genug ist für Hebel- und Kraftwirkung, aber auch klein genug für den Kofferraum, um ihn jederzeit griffbereit zu haben. Im Idealfall wird der Drehmomentschlüssel in einem passenden Koffer sicher und schonend aufgehoben. Die Autohersteller schreiben für den Fall des Reifenwechsels mit Aluminiumfelgen oder Stahlfelgen exakt einzuhaltende Anzugsmomente vor.

Weitere fast alltägliche Einsatzbereiche sind z. B. bei Reparaturen am Fahrrad oder am eigenen Motorrad.


Ein Drehmomentschlüssel leistet nützliche Dienste. (Bild: Siegi - shutterstock.com)

Ein Drehmomentschlüssel leistet nützliche Dienste. (Bild: Siegi – shutterstock.com)


Der Drehmomentschlüssel und seine Funktionen

Die gängige Bezeichnung für ein handgeführtes Schraubwerkzeug ist: Drehmomentschlüssel. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen und Grössen, die jeweils den gefragten Drehmomentbereich abdecken sollen. Die Kraft des Benutzers und die Länge des Hebels bestimmen das Anzugsmoment.

Der Hobbywerker wird sich für einen mechanischen Drehmomentschlüssel entscheiden im Gegensatz zu dem elektronischen Drehmomentschlüssel, der in der Industrie Anwendung findet.

Mittels einer Skala oder eines Prüfgerätes wird das Zielmoment eingestellt und durch ein deutliches Knacken zeigt der Drehmomentschlüssel an, wenn am Antriebsteil das eingestellte Drehmoment erreicht ist. Jetzt wird der Anwender die Krafteinwirkung vorsichtig einstellen. Dann kommt beim auslösenden Drehmomentschlüssel die automatische Kurzwegauslösung zum Tragen.

Würde weiter gedreht, kann das Material erheblich beschädigt werden. Die sichere Alternative zur Kurzwegauslösung sind die Knickschlüssel, d.h. Modelle mit einer Rutschkupplung, bei denen der Schlüssel nach erreichtem Wert einfach durchrutscht. Die Einheit des Drehmomentes wird in Nm (Newtonmeter) gemessen.



Darauf sollte beim Kauf geachtet werden

Es gibt wesentliche Merkmale, von denen der Kauf abhängig gemacht werden sollte. Einmal die Grösse, die für den Benutzer die leichte und sichere Handhabung gewährleistet. Zum anderen sollten die Drehmomentbereiche, für die der Schlüssel gebraucht werden soll, vorher abgeklärt werden. Wichtig sind weiter die Umschaltung, Knick- oder Knackschlüssel und welche Möglichkeiten sind für die Grob- bzw. Feinjustierung gegeben und welche Genauigkeit wird garantiert. Angaben zur Genauigkeit, bzw. Abweichungen innerhalb einer Toleranzgrenze werden in den Schlüsselbeschreibungen in Prozenten angegeben.

Je länger der Hebel des Drehmomentschlüssels, umso leichter erreicht man hohe Anzugsmomente. Auch der Antriebsvierkant wird verschieden gross angeboten. Je nachdem wo er eingesetzt werden soll unterscheidet man nach drei gängigen Grössen:

  • 1/4″ – 6,35 mm – für Arbeiten am Fahrrad
  • 3/8″ – 9,525 mm – für Arbeiten z.B. am Motorrad
  • 1/2″ – 12,7 mm – zum Radwechsel am Auto
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Titelbild: Dmitri Ma – shutterstock.com

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