Babyphone mit oder ohne Kamera?

11.03.2020 |  Von  |  Baby Care, Elektronik
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Gerade innerhalb der ersten Monate sind Eltern immer besorgt um ihr Kleines, wenn sie es ins Bett legen. Wie viel bewegt es sich? Geniesst es einen ruhigen Schlaf? Daher schaffen die meisten Eltern ein Babyphone an. Es erlaubt die akustische Überwachung des Babys und alarmiert, wenn das Kleine sich bemerkbar macht. Dank dieser kleinen technischen Geräte ist es problemlos möglich, dass die Eltern sich auch einmal für eine Zeit in einem anderen Raum aufhalten können, ohne zu viel Kontrolle aufzugeben.

Eine Variante der Babyphones sind Video-Babyphones. Sie erlauben neben der akustischen Überwachung auch die bildliche. Zwar sind die Bildschirme der meisten Modelle relativ klein, doch bieten sie Kontrolle, wo sie unbedingt nötig ist. Wir erläutern nachfolgend, welche Eigenschaften Video-Babyphones besitzen, was ihre Vorteile sind und klären die Frage, ob ein akustisches Modell genügt, oder ob eines mit Videoüberwachung empfehlenswerter ist.

Warum eine Videoüberwachung sinnvoll ist

Die erste Frage, die sich viele Eltern vielleicht stellen, dreht sich darum, ob man es nicht vielleicht auch mit der Kontrolle übertreiben kann. Natürlich sind Eltern besorgt um ihr Kleines, aber sollten sie ihm wirklich auf Schritt und Tritt folgen können? Reicht es nicht aus, das Kind über ein hochwertiges Gerät ständig hören zu können?

Säuglinge schlafen binnen der ersten Monate sehr viel, weswegen sie sich die meiste Zeit im Bett aufhalten. Zwar gibt es auch vielerlei Tipps, die sich darum drehen, das Kind nicht zuzudecken, oder ihm ebenso ein Kissen vorzuenthalten. In manchen Fällen sorgt jedoch bereits der Schlafsack, oder aber ein Stofftier dafür, dass das Baby sich selbst damit bedeckt. Womöglich bekommt es dadurch nicht genug Luft und es besteht die Gefahr, dass es erstickt. Mittels eines akustischen Babyphones lässt sich nicht überprüfen, ob es zu einem solchen Ereignis kommt.

Wobei dies nur eines von vielen Beispielen für die Situationen ist, in denen der Einsatz eines Babyphones mit Kamera sinnvoll wäre. Ein weiteres, sehr sensibles Thema ist der plötzliche Kindstod, der etwa zwei bis sechs Prozent aller Säuglinge betrifft.


Nahaufnahme eines Menschen, der den Videostream seines Babys betrachtet

Es können zahlreiche Situationen in der Nacht entstehen, bei denen das Baby sich selbst in Gefahr bringen könnte. Daher ist eine gesunde Vorsicht zu wahren. (Bild: Andrey_Popov – shutterstock.com)


Diese Vor- und Nachteile bietet ein Video-Babyphone

Kommen wir nun zu den Vorteilen, die ein Babyphone mit LCD-Bildschirm zu bieten hat. Hier stehen hauptsächlich diese im Fokus:

  • Eltern können ihr Baby in Echtzeit hören und sehen
  • Auch im Dunkeln anwendbar, dank Infrarot-Leuchtdioden
  • Das Baby wird während des Schlafs nicht gestört
  • Bei Tag Farbbild verfügbar, nachts schwarz-weiss
  • Dank Videoübertragung ist eine schnelle Reaktion möglich

Selbst wenn es nur darum geht, dass das Baby seinen Schnuller verloren hat, sieht man dies sehr gut auf dem Bildschirm und kann umgehend reagieren, ehe das Baby aufwacht und dann womöglich anfängt, zu schreien.

Neben den Vorteilen gibt es selbstverständlich auch ein paar Nachteile, die wir an dieser Stelle gerne erwähnen möchten:

  • Meist teurer als akustische Geräte
  • Geringe Akku-Laufzeit

Allerdings sollte man hier auch erwähnen, dass sich im Bereich des Akkus einiges an den Einstellungen verändern lässt, womit der Akku in jedem Fall länger hält. Stellt man beispielsweise die Helligkeit des Bildschirms herunter, oder nutzt die Funktion, dass er sich nur einschaltet, wenn der Geräuschpegel einen gewissen Schwellenwert überschreitet, lässt sich bereits einiges an Ladung einsparen.

Diese Eigenschaften sind ebenfalls wichtig

Wer sich ein neues Babyphone anschafft, ganz gleich, ob es sich um ein akustisches, oder eines mit Bildschirm handelt, sollte daneben noch auf andere Elemente achten, die für die Qualität des Geräts sprechen. Hier wäre zu nennen:

  • Die Strahlungsintensität sollte so gering wie möglich sein
  • Es sollte eine hohe Reichweite besitzen
  • Die Akkulaufzeit sollte in jedem Fall moderat sein

Was die Reichweite angeht, ist diese besonders ausschlaggebend in grösseren Wohnungen, oder aber wenn die Überwachung über eine oder mehrere Etagen notwendig ist. Selbst wenn nur der Aufenthalt im Garten geplant ist, profitiert man stets von einer besseren Reichweite. Selbstverständlich sorgt eine geringe Strahlungsintensität für einen ruhigen Schlaf beim Baby, was jedoch keine Selbstverständlichkeit bei vielen Geräten ist. Dazu kommt eine verlängerte Akkulaufzeit, die immer von Vorteil ist.

Nur akustisch oder inklusive Bildschirm?

Letzten Endes ist es immer die eigene Entscheidung, ob ein Gerät inklusive Kamera und Bildübertragung gewünscht ist, oder ob ein akustisches ausreicht. Es gibt heutzutage bereits gute akustische Babyphones, die einen geringen Schwellenwert haben und somit eine optimale Überwachung zulassen.

Wer zusätzlich sein Baby sehen möchte, kann sich natürlich eines mit Bildschirm anschaffen. Dann sollte man jedoch dafür sorgen, dass es sich um ein qualitatives Gerät handelt, das nicht nur die monochrome Übertragung ermöglicht und dabei eine schlechte Bildqualität beinhaltet, es eine lange Akkulaufzeit zu bieten hat und es am Ende auch einen gewissen Benutzerkomfort mitbringt. Zwar sind derlei Geräte teurer, man kann als Eltern jedoch sichergehen, dass man sein Baby stets im Blick hat.

 

Titelbild: New Africa – shutterstock.com


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